Ich mag die Art meiner Therapeutin. Wie sie mit meinen Aussagen umgeht, wie sie mir neue Denkanstöße gibt.
So fand ich heraus, dass ich meine Essstörung vorallem als Schutzschild benutze. Als Schutzschild vor Anforderungen von Außen genauso wie vor meinen eigenen. Sie hilft miur, meine extreme Zukunftsangst (zumindest für eine Weile) auszublenden, weil mein Kopf sich permanent mit Essen beschäftigt.
Selbst die Essanfälle (die ich in letzter Zeit täglich habe
Ich habe solche Angst. Ich bin ehrlich gewesen und habe zugegeben, dass ich täglich Erbrochen habe. Jeden. Verdammten. Tag. Dass es viel schlimmer geworden ist. Und... Meine Therapeutin war nicht entsetzt. Nein. Sie sagte, sie fände das NORMAL. Nicht im Sinne von NORMAL, das tut jeder, sondern es ist eine normale Reaktion meinerseits. Mein Unterbewusstsein ist sich offenbar darüber im Klaren, was mir die Essstörung 'Gutes' bietet. Es ist etwas Bekanntes, was ich nun versuche, aufzugeben. Für etwas Neues, Unbekanntes, etwas, was mir extreme Angst macht. Und so klammere ich mich unbewusst an die Störung, halte sie fest.
Puh. Das ist gerade wirklich sehr emotional für mich. Vielleicht kann es dem Einen oder Anderen von euch ein wenig zum Nachdenken anregen und euch dazu zu veranlassen,euch ein bisschen weniger als 'Eklig', 'unnormal' , 'irrational' und 'verfressen' anzusehen.